Batterie Vigsoe -10,5 cm Kanonenbatterie

Trotz Mitte August war das Wetter  nordisch kühl, aber mit viel Sonne. Wir hatten heute Glück, dass es nicht wie 2000 regnete. Also los - ab nach Vigsö zur 10,5 cm Batterie. Der Weg war uns noch bekannt und wir fanden schnell den Strand und die Bunker. Vor uns ein Bild wie im Film "Die Olsenbande fährt nach Jütland" - es fehlte nur die Olsenbande. Die Bunker lagen am Strand und teils im Wasser. Die Nordsee trieb die Wellen gegen Strand und überschüttete die im Wasser liegenden Bunker mit schweren Wellen. Beim Auftreffen der Wellen knallte es als wenn eine Kanone abgefeuert würde. Ein interessanter Anblick und dieses mal brauchten wir unsere Erkundungen nicht vorzeitig abbrechen. Das Wetter spielte mit.

Die Bunker
So lagen die Bunker vor uns
Die Wellen knallten gegen den Bunker die Armierung ist schon freigespuehlt
Das Spiel aus Wellen und Bunker Ein Geschuetzbunker im Wasser
Mannschaftsbunker von den Wellen ueberstroemt
Wellen am Bunker Die Brandung hat schon stark genagt
Bunker so weit man schaut

Wir verweilten eine geraume Zeit am Strand und schauten dem Spiel von Wellen, Meer und Bunkern zu. Ein Teil der Bunker war schon stark in Mitleidenschaft gezogen - besonders die im Wasser liegenden. Der andere Teil war auf Grund des Windes so mit Sand zugeweht, dass wir auch dort nicht hinein kamen. So begnügten wir uns mit dem Anblick.

Die Zeit verging und langsam meldet sich auch unser Magen zu Wort. Es war so gegen 15.00 Uhr und wir hatten seit dem Frühstück nichts mehr zu uns genommen - also ab hinter die Dünen und eine Stelle zum Essen gesucht. Wir fanden auch sofort einen Rastplatz und unser Feldkocher konnte wieder gute Dienste leisten. Leider blies der Wind so stark, dass wir die Flamme des Kochers vor ihm schützen mussten.  Es gab wieder einmal Grüne Bohnen aus der Dose, aber sie schmeckten uns wieder ausgezeichnet.

Gesättigt fuhren wir nun weiter - eigentlich kein größeres Ziel mehr für den heutigen Tag - und so hatten wir wieder einmal ein Auge für die Schönheit von Jütland. Wir fuhren quer über die Halbinsel Thy bis Thisted und von dort aus zu unserem Quartier, wo wir so gegen 20.00 Uhr ankamen.

Jetzt hieß es duschen und Abendessen, unterwegs hatten wir noch hervorragenden Räucherfisch eingekauft und der sollte uns zum Wein recht gut munden. Bei einer weiteren Flasche Wein wurde der Tag ausgewertet und ab ging es ins alte "Ehebett".

Der Wind pfiff immer noch ums Haus und die Flagge knallte gegen den Fahnenmast. Ansonsten war kein weiteres Geräusch zu hören, kein Auto, keine laute Musik, kein Fernseher,... einfach idyllische Ruhe - abgesehen davon, dass Steffen ab und zu einen Schnarcher losließ.

Gute Nacht.