Anfahrt

Am Freitag, den 06. Juli 2001

war es endlich so weit. Steffen kam am Freitag Nachmittag  zu mir und wir fuhren los um die letzten Einkäufe für die große Fahrt zu erledigen. Es ging in diesem Jahr wesentlich schneller, denn wir konnten uns bereits auf die Erfahrungen unserer Tour nach Dänemark stützen. Weiterhin nutzten wir natürlich auch altbewehrte Sachen der letzten Tour  wie zum Beispiel  unserem kleinen Campingkocher. Auch  packten wir  wieder Zelt, Luftmatratze und Schlafsack mit ein, denn man kann ja nie wissen, wie klappt es mit der Unterkunft. So gut wie in Dänemark konnten wir es ja nicht immer treffen, ein preiswertes Zimmer für zwei Personen  - für die gesamte Zeit. Das Auto war gepackt und wir konnten den nächsten Tag kaum erwarten, der Tag an dem unsere "Tour de France 2001" beginnen sollte.


Am Sonnabend, den 07. Juli 2001

nach einer kurzen Nacht war es endlich soweit. Pünktlich 07.00 Uhr begaben wir uns auf die Reise. Mein roter Mitsubishi Carisma DiD war voll beladen und surrte leise vor sich hin. 
In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend gingen schwere Unwetter über Frankreich und Deutschland hernieder. Die Auswirkungen sollten wir einige Stunden später sehen.
Erst einmal verlief alles planmäßig. Nach den ersten knapp 500 km legten wir die erste Pause zum 2. Frühstück ein  - es war bereits fast Mittag. Gut gestärkt ging es dann weiter. Kurz hinter Baden Baden kamen wir in einen 50 km langen Stau Richtung Basel. Nach einer knappen Stunde entschieden wir uns den Stau zu beenden und bogen ab Richtung Straßburg. Hier sahen wir dann die Auswirkungen des Unwetters - überall abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume. Aus den Nachrichten hatten wir erfahren, dass bei einem Musikfestival in Straßburg durch umstürzende Bäume einige Personen ums Leben kamen. Also schnell weiter.

Wir fuhren Richtung Mulhouse  und dann weiter nach Dijon. Auf einem Autobahnparkplatz machten wir gegen 15.00 Uhr unsere nächste Rast. Es wurde auch langsam Zeit - wir hatten Hunger. Steffen warf sofort unseren kleinen Campingkocher an, kochte Wasser und brühte Kaffee auf. Dazu gab es Brot und Pfefferbeißer. An der frischen Luft war das besonders lecker. Andere Parkplatzbesucher aus Deutschland beneideten uns, denn einen Kaffee hätten sie sich bestimmt auch gern aufgebrüht.

Weiter ging es über Landstraßen, denn unser Ziel war noch einige Hundert Kilometer entfernt. Das Nahziel war Montlucon. Dort hatte ich bereits einmal übernachtet - auf meiner Tour nach Biarritz - war schon lang her, das Maximalziel lag in Limoges. Ich wusste aus meinen umfangreichen Formel 1 Hotel Katalogen, dass in beiden Orten die gesuchten Hotels zu finden sind. Montlucon erreichten wir schnell und die Entscheidung nach Limoges zu fahren viel uns recht leicht, denn es war noch nicht allzu spät.  Also weiter.

 

Dann wurde es jedoch schon  später als wir gedacht hatten. Gegen 21.00 Uhr erreichten wir das 1.300 km von Halle entfernte Limoges. das Formel 1 Hotel wurde recht schnell gefunden - zu unserem Bedauern war es "COMPLETE" - also ausgebucht. Schade.

Gegenüber befand sich jedoch ein ähnliches Hotel, das Hotel "Elixir" - etwas mehr Komfort für etwas mehr Geld. Jedoch das war uns dann auch egal. Wir buchten das Zimmer mit Frühstück, bezogen es und gingen dann erst einmal zu Abend Essen.
Unweit vom Hotel war ein Marche-Retsaurant. Wir erhielten ein Ticket und einen Platz zugewiesen, bekamen die Speisekarte und konnten nicht allzu viel davon verstehen. So bestellten wir uns jeder das Selbe - und als es dann kam war es ein blutiges Steak mit Pommes. Da wir uns nicht richtig verständlich machen konnten, aßen wir es halt so roh wie es war. Das war uns eine Lehre - wir gingen so schnell nicht wieder in Frankreich Essen - schließlich hatten wir ja auch genug mit.
So verging der Abend. Noch schnell ein Bier auf dem Zimmer und dann ins Bett. Müde waren wir zur Genüge.

 

 
Hinfahrt 1.300 km