La Rochelle   

09. Juli 2001

Genug Cognac probiert - genug dem Alkohol zugesprochen, jetzt geht es richtig los - nach La Rochelle. Also nichts wie hin. Es war fast Mittag und außer unserem französischen Frühstück hatten wir nur Cognac und Pineau des Charentes im Magen. In Saintes machten wir kurz bei einem Bäcker halt und holten uns zwei Baguette und vier Hörnchen, dass sollte bis zum Abend reichen. Unsere Route führte uns durch eine schöne Landschaft und nach gut zwei Stunden waren wir in La Rochelle. Aus meinen ersten Besuch 1997 wusste ich, dass die Basis sich in La Pallice, einem Vorort von La Rochelle, befindet. Und so standen wir auch binnen kurzer Zeit im gesperrten Hafen.

Cognac - La Pallice
die Route Cognac La Rochelle
die Basis
Die Basis war schnell zu finden

Wer kennt nicht den Film "Das Boot". Hier in La Pallice ist der Originalschauplatz des Filmes. Hier lief das Boot aus - hier kam es wieder an und wurde zum Schluss zerstört.
Nun standen wir vor diesem mächtigen Klotz aus Beton und Stahl, wiederum einem Monument vergangener Tage. Zu 1997 hat sich nicht vieles geändert, der Hafenbereich ist immer noch gesperrt, damit man den Hafenbetrieb nicht stört, aber es stört auch keinem wenn man das Geländet befährt, man sollte sich nur in acht nehmen.

ein Hafenbecken
der erste Anblick durch den Stacheldraht
der Gesamtanblick von der überdachten Einfahrt
Blick von der überdeckten Hafeneinfahrt
Blick von vorn
Blick von der Seite
die Hafeneinfahrt
die verbunkerte Hafeneinfahrt
die überdachte Hafeneinfahrt
Steffen war "begeistert"

In die Hafenbecken kamen wir hier nicht mehr hinein. Bei meinem Versuch den Stacheldraht zum überwinden, musste meine Hose dran glauben - ich gab somit auf - denn so viele Hosen hatte ich nicht mit. Trotzdem warfen wir einen Blick hinein und stellten fest - im Prinzip wie Bordeaux - nur etwas anders angeordnet. Wir liefen  am linken Hafenbecken entlang, auf Übergängen von heutigen Trockendocks zur überdachten Hafeneinfahrt - eine befestigte Schleuse. Die Schleuse ist nach wie vor  voll funktionsfähig und die Konstruktionen für die Schleusentore sowie der Schutzmechanismen gegen Bombenangriffe sind teilweise noch erhalten.

die Einfahrt
die Hafeneinfahrt vom Meer aus
noch vorhanden Konstruktionsteile
Deckenkonstruktion
die Seite zum Meer
die Ausfahrt
Scheusentor
Schleusentore
ein Panorama
ein Panorama vom Dach eines Versorgungsbunkers

Weiter ging es am rechten Hafenbecken entlang zurück zum großen Bunker. Der Weg war gesäumt von Versorgungsbunkern und anderen notwendigen geschützten Bauwerken zur Aufrechterhaltung der Autonomie der Basis. Deutlich war auch eine Umformerstation - vielleicht auch Kraftwerk - zu erkennen.

ein weiterer Bunker
von diesem Bunker entstand das Panorama Einfahrt
eine Versorgungsanlage
heute genutzter Bunker
Umspannwerk?
Umspannstation?
wieder an der Basis
die Basis von der anderen Seite
Die Basis von der anderen Seite
die Einfahrten

An den dicken Außenwänden vorbei - über Eisenbahnschienen gelangten wir zur Rückseite der Basis. An die Nachnutzung durch das französische Militär erinnern noch einige Tafeln. 1997 - zu meinem letzten Besuch der Basis, arbeitete hier noch die französische Marine. Es fuhren große LKWs  in das innere der Anlage und durch nicht ganz dichten Türen konnte man eine Ausbesserungswerkstatt sehen. Des weiteren kam man damals auch noch in die oberen Etagen der Basis hinein, heute sind die Türen zugeschweißt - über den mittleren Gang der Basis, der bis an das Hafenbecken führt und in einem Anlegesteg endet, befanden sich Räume für Besatzung und Personal der Anlage. Heute - wie gesagt - nicht mehr begehbar. Genauso wenig wie die einzelnen Hafenbecken zu betreten sind. Hier war ich ein wenig enttäuscht und deshalb machten wir uns gleich wieder auf den Weg zur nächsten Besichtigung - nach St. Nazaire.

Basis der französischen Marine
Schild der französischen Marine als Nachnutzer
alte Sirene
alte, noch vorhandene Sirene