St. Nazaire      

09. Juli 2001

Also los, weiter geht es. Mit dem Auto ging es von La Pallice, durch das französische Innenland weiter über Nantes zur Loire und dann nach St. Nazaire. Unterwegs nutzten wir einen kurzen Tankstopp um noch schnell einen Kaffe zu schlürfen.

Route La Pallice nach St. Nazaire
Route nach St. Nazaire

Auch hier fanden wir den Weg recht schnell zum Hafen. St. Nazaire ein Hafenort mit viel Industrie wie Airbusbau und große Werften. Und schon standen wir vor der Basis St. Nazaire. Diese Basis hatte ich 1998 das letzte mal besucht und sie war heute nicht mehr wieder zuerkennen.

Standort der Basis
der Standort der Basis in St. Nazaire

Aus den einstmals verlassenen grauen, düsterem Monument des U-Boothafens ist heute eine Insel der Information und des Kommerz geworden. Die Hafenbecken sind zum größten Teil zugeschüttet, in den Hallen befindet sich die Stadtinformation, Andenken Geschäfte und andere Einrichtungen.  Auf das Dach der Basis gelangt man über ein neues Treppensystem im Inneren. Das Dach selber hat neuerdings eine schräge Zufahrt - vermutlich solle es als Parkdeck genutzt werden. Die Ausstellung über die U-Boot Basis auf dem Dach ist leider nicht mehr vorhanden. Nur noch die Überdachung und die leeren Tafel erinnern daran. Schade.
Auch der freie Zugang in alle Bereiche der Decke war nicht mehr möglich. Trotzdem war auch dieser Bau wieder beeindruckend. So viel Beton und Stahl in wenig Zeit verarbeitet und als eines der wenigen existenten Bauwerke der Stadt St. Nazaire, die die schweren Bombenangriffe  1944 überstanden haben.

Die Basis im Gegenlicht
der Hafen von der überdachten Einfahrt gesehen
das letzte Hafenbecken
das letzte vollständig vorhandene Hafenbecken
die Auffahrt zum Dach
die schräge Auffahrt zum Dach
Tore für Hafenbecken
die Tore zum Schutz der Hafenbecken
Tore für Hafenbecken
Tor
das Innere der Basis ohne Kommerz
dieser Raum war noch nicht vom Kommerz genutzt
Treppen durch die Anlage zum Dach
Treppen zum Dach
unten ist die Stadtinformation
ein Hafenbecken und die Stadtinformation
auf dem Dach mit Schnitt durch den Beton
Schnitt durch die Betonkonstruktion
auf dem Dach
Steffen auf dem Dach

Vom Dach aus hatten wir eine hervorragende Sicht Richtung Loire und zur überdachten Hafeneinfahrt. 

die überdachte Hafeneinfahrt
die überdachte Hafeneinfahrt von der Basis gesehen
die überdachte Hafeneinfahrt
die überdachte Hafeneinfahrt
das dach der Basis
auf dem Dach der Basis mit der Konstruktion zur Minderung der Wirkung von Bomben. Links ist noch das Dach von der ehemaligen Ausstellung zu sehen.
Das Hafenbecken mit überdachter Hafeneinfahrt
das Hafenbecken. Hinter dem rechten Kran sieht man in der Ferne die große Brücke über die Loire
Rückansicht der Basis
die Rückansicht der Basis
die überdachte Hafeneinfahrt
vor der überdachten Hafeneinfahrt

In der Hafeneinfahrt befindet sich heute ein kleines Museum. Im Schleusenbecken liegt ein altes U-Boot welches man besichtigen kann. Wir kamen leider nicht mehr hinein, da die Zeit nun doch schon ganz schön fortgeschritten war. Also begaben wir uns auf das Dach und schauten von oben herunter. Mit geübten Blick erkannten wir noch eine Reihe weiterer Bunker, die die Autonomie der Anlage garantieren sollten.   Der Ausblick auf die gesamte Basis war von hier aus hervorragenden.

vor der überdachten Hafeneinfahrt
Steffen vor der überdachten Hafeneinfahrt
das U-Boot
das U-Boot im Schleusenbecken
Decke - Krananlage
an der Decke konnten wir noch gut die Krananlage sehen

Genug gesehen für heute. Nun ging es auf die Suche nach einem Formel 1 Hotel, denn es war schon nach 18.00 Uhr. Wir suchten und suchten, fanden es aber nicht. So lernten wir eine andere französische Hotelkette - Premiere 1 Hotel - kennen. Preislich so gestaltet, dass es unseren Etat entsprach. Kurzes einchecken und dann wollten wir runter zum sonnigen Strand und in den Dünen zu Abend essen. (denn außer Frühstück, Cognac, und einem Baguette hatten wir nichts zu uns genommen). So war es eigentlich gedacht - es kam aber anders. Wir wollten ans Meer und fanden auch schnell Schilder mit der Aufschrift "Golf La Baule" - also zum Golf nach La Baule - Klasse - besser können wir nicht geführt werden. Dachten wir aber nur. Die Schilder nahmen kein Ende - aber das Meer kam nicht in Sicht. Und nach einer guten halben Stunde standen wir vor dem Golf La Baule - einem wunderschön anzuschauender grüner Golfplatz. Wo war aber das Meer? Ca 15 km südlich von uns. Also kehrt. Wiederum 30 Minuten fahrt und wir waren endlich am Meer - aber ohne Strand, nur zerklüftete felsige Küste. Wir suchten und suchten einen gemütlichen Ort und gaben mit knurrenden Magen um 21.30 Uhr die Suche auf - setzten uns auf eine "bretonische Bank" und aßen endlich - nicht die mitgebrachten Königsberger Klopse sondern - unsere Würstchen, kalt aus dem Glas. Na ja dafür saßen wir am Atlantik und sahen zu wie die Sonne unterging.

Abendessen auf einer "bretonischen Bank"


Auf dem Rückweg fanden wir auch noch das Ziel für den nächsten Tag, das "Große Blockhaus". Im letzten Lichtschimmer trafen wir dann im Hotel ein, tranken noch etwas und dann ging es schlafen.