Cap Gris Nez

Wieder ging es mit dem Auto weiter Richtung Nord - Ost - Richtung Pas de Calais. Nach gut 2 Stunden Autofahrt kamen wir am Grauen Kap an. Von Weiten sahen wir schon einige Objekte, die eindeutig auf Befestigungsbauten schließen ließen. Ab zum Parkplatz und die Gegend erkunden. Zuerst fanden wir einige kleiner Bunker, Typenbauten für Mannschaftsunterkünfte. Das Cap selber ist sehr stark unterminiert, man kommt aber dort nicht hinein, es ist Sperrgebiet mit großen Zäunen umgeben. Hier sieht man nur einige verschlossene Eingänge, die in den Felsen des Kaps hineinführen. Die Landschaft selber ist sehr stark zerklüftet. Auch hier müssen starke Feuergefechte stattgefunden haben, denn die Einschläge der Bomben und Granaten haben ihre Spuren hinterlassen und die Erde mit Narben versehen.

Rund um das Kap waren eine Vielzahl von kleineren und mittleren Befestigungsanlagen, Feuerleitstellungen und Mammut Radar errichtet worden. Zu dem Radar führte uns der Weg, denn das hatten wir noch nie gesehen. Vom Kap bis zum Radar war es ein weiter Weg, deshalb bestiegen wir das Auto und fuhren rund 1500 m bis es nicht mehr weiter  ging, höchstens mit Allrad, aber das besitze ich nicht. Also raus aus dem Auto und zu Fuß weiter.
Nach ca. 500 m standen wir an einem Weidezaun, der das Areal der Radarstellung einzäunte und in der Einzäunung befanden sich viele Kühe. Kraft meiner Wassersuppe und meines unternehmerischen Geistes überstieg ich das Tor, durchquerte das Weidegelände und kletterte den mittleren Sockel hoch. Oben angelangt erfreute ich mich eines guten Rundumblickes.
Steffen war bescheidener und wartete außerhalb der Umzäunung. Irgendwie ahnte er schon etwas. Ich stand also auf dem mittleren Sockel und bemerkte gar nicht, wie die neugierigen Kühe sich Scharweise um meinen Sockel gruppierten und ganz entsetzt zur mir hinaufschauten. Da wurde mir auf einmal ganz anders zu Mute. Was passiert wenn ich jetzt runter klettere zwischen diese wilden großen Bestien, dachte ich mir - denn als Städter kennt man sich ja nun doch nicht so gut mit großen Kühen aus, noch dazu wo sie als Franzosen (-kühe) kein deutsch verstehen!!!???
Was blieb mir anderes übrig als oben auszuharren, vielleicht gehen sie auch wieder weg, wenn das Interesse an mir nachlässt - denkste. Ich wartete 5 Minuten, 10 Minuten ... 15 Minuten. Nichts geschah. Da nahm ich meinen ganzen Mut zusammen, runter vom Sockel und raus aus der Umzäunung. Die Kühe nahmen keine Notiz von mir. Steffen fand das irgendwie lustig - konnte ich nicht verstehen.

Wir marschierten weiter und fanden noch diesen und jenen Bunker, u.a. auch eine Führungsstelle.

Wikommen am Kap
Hinweistafel Cap Gris Nez
Leuchtturm mit militärischen Einrichtungen
Leuchtturm mit militärischen Einrichtungen
Radarfundament
Mammut Radarstellung mit den dazugehörigen Bedieneinrichtungen
Blick zur Küste
Cap Gris Nez
Beobachtungsbunker
Beobachtungsstellung ....
Eingang
.... Eingang
weitere Bunker
einzelner Bunker im Feld
weiter Weg
weiter Weg bis dahin
Leuchtturm
der Leuchtturm ist weit zu sehen und ragt über alles hinweg
weiter Weg zum Leuchtturm
Nun zum Auto und los zur Radarstellung
Bunker
hier entdeckten wir den Feuerleitbunker
Bunker
näher dran und auch drinnen gewesen - nichts zu sehen
Bunker
Beobachtungsbunker mit verkleinerter Beobachtungsöffnung
Fundament Mammut Radar
Das ist das Radarfundament und in der Mitte saß ich später drauf.
vom mittleren Sockel
toller Rundumblick vom Oben
friedliche Kühe
die Kühe sind deutlich zu erkennen - haben mir nichts getan
weiter Weg
das Radar aus der Ferne
getarnter Bunker
Feuerleitstellung - überwuchert
Batterie Todt Turm 1
Turm 1 Batterie Todt, vom Meer aus gesehen
Batterie Todt Turm 1
weiter weg
Batterie Todt Turm 4
Turm 4 Batterie Todt
links Turm 4
links außen sieht man den 4. Turm der Batterie
Turm 3
Turm 3 Batterie Todt
Radarstellung
am Radar wieder vorbei
Bunker
Kommandobunker
Bunker
nochmals der Gleiche
weiter Weg
wir sind schon wieder weit weg
Radarstellung
Bunker
Radarstellung
von hier aus fuhren wir dann mit dem Auto weiter.

Cap Gris Nez ließen wir nun hinter uns und der Abend rückte immer näher. Wir fuhren entlang der Küste bis Calais und landeten am Hafen. Wir kamen gerade noch rechtzeitig um das Auslaufen einer großen Fähre zu beobachten. Es war ein interessanter Anblick, als das große Schiff an uns vorbeifuhr - Richtung England.

Calais Hafen
Der Hafen von Calais
Fähre im Hintergrund
die Fähre kommt
die Fähre ist vorbei
... und schon vorbei
der Hafen ist nun leer
das Hafenbecken ist nun leer

Hier am Hafen wehte eine etwas stärkere Prise und so beschlossen wir weiterzufahren. Unser Weg führte uns nach Dünkirchen, für uns der östlichste Zipfel von Franreich auf unser Tour. Hier versuchten wir wie jeden Abend eine Unterkunft in einem Hotel zu finden. das war gar nicht so einfach, drei Hotels waren "Complet" und so mussten wir ein viertes Hotel suchen, welches wir auch in einem stinkenden Industriegebiet fanden. Ein Formel 1 Hotel, wie wir es bisher noch nicht kennen gelernt und danach auch nie wieder kennen lernen sollten, schmuddlig, laut und stinkend. Für eine Nacht gerade noch an der Grenze des nutzbaren. Wir waren müde und so verkrafteten wir auch noch dieses.