Vorwort

Auch 2003 melde ich mich wieder zu Wort mit einer kleinen Reisebeschreibung zu den Spuren unserer Großeltern. Zu den Spuren, die großes Leid über die Völker der Welt gebracht haben, die aber auch nach wie vor Anlass geben - über die Sinnlosigkeit von Krieg und Verderb nachzudenken.

Steffen und ich haben in den letzten Jahren viel gesehen, Vieles was uns den Wahnwitz eines Krieges vor Augen stellte, vieles was getan wurde um noch mehr Leid und Verderb aus den "Bastionen aus Stahl und Beton" herauszutragen. Die Geschichte hat jedoch auch gezeigt, man kann sich noch so tief in die Erde eingraben, man kann noch so viel Leid und Elend über andere Menschen bringen, irgendwann kommt der Zeitpunkt und der Tag der Abrechnung kommt. Jeder große Diktator und Menschenverächter ist bisher von seiner gerechten Strafe eingeholt worden - musste für seine Gräueltaten sühnen.

Das Bollwerk gegen die Vernichtung durch die Alliierten, geschaffen von zig Tausenden Zwangsarbeitern, Sträflingen und Mitarbeitern der OT hat es nicht geschafft - den in die Welt hinausgetragenen Krieg von Deutschland fern zu halten. Der Atlantikwall hielt nur wenige Tage und Wochen stand und somit kam das zurück was 1939 von deutschen Boden ausging. 

Die Spuren des Atlantikwalls sind bis heute graue und hässliche Monumente aus Stahl und Beton in den schönsten Gegenden Europas von der spanischen Grenze entlang der französischen Küste, entlang der Küste Belgiens, Hollands, Deutschlands, Dänemarks und Norwegens. 

Auf unseren bisherigen Touren konnten wir vieles davon bereits sehen. 2002 besuchten wir die Normandie und setzten die Reise bis in die Bretagne fort. 6 Tage auf den Spuren der Großväter mit Besichtigung von Mahnmalen des Größenwahns und natürlich auch mit dem genießen der Schönheiten des Landes Frankreichs und der Natur.

Diese Seiten dienen nicht der Verherrlichung des jüngeren Geschichte des dritten Reiches.
Diese Seiten sollen u.a. den Größenwahn der damaligen deutschen Führung und den Wahnwitz der Umsetzung der Ideen vertrockneter Gehirne deutscher nationalsozialistischer Übermenschen darstellen.

Wissenschaft und Technik - sollten nur zum Wohle der Menschheit und nicht zu deren Vernichtung eingesetzt werden. Ein deutscher Soldat soll niemals wieder in einem fremden Land zum Einsatz kommen bzw. dort sterben. Es gibt heute noch genügend Leid auf der Welt - nutzen wir all unser Wissen und Können um dieses abzubauen.

Die hier auf den nachfolgenden Seiten gezeigten Bilder, originale Wandbemalungen und Inschriften dienen nicht zur Glorifizierung des Naziregimes sondern sollen  zeigen, welche perversen Verbrechen mit einer hochentwickelten Wissenschaft, Technik und Industrie von deutschen Boden ausgegangen sind. Es ist für mich nach wie vor unbegreiflich wie ein Mensch wie A. Hitler, gemeinsam mit seiner Führungsclique, auf solche unmenschlichen, perversen Ideen der Missachtung des menschlichen Lebens kommen konnte. Ideen, die nur aus dem Gedankengut eines Wahnsinnigen entspringen und bei anderen Wahnsinnigen auf fruchtbaren Boden fallen konnten. Diese verstanden es eine Vielzahl verblendeter Mitläufer zu finden, die zu solchen Taten fähig waren.

DVD - Videotrailer